Immobilien

Auf der Suche nach dem Ausgang
Zentralbanken am Scheideweg
Da nach Prognose von EZB und Bundesbank 2010 und auch 2011 die Inflationsrate nicht über zwei Prozent steigen dürfte, könnten Zinserhöhungen erst gegen Ende nächsten Jahres [2010] ein Thema werden, nämlich dann, wenn die Erholung der Konjunktur auf mittlere Sicht zu einem höheren Teuerungsdruck, etwa ab 2012, führt. Da eine Zinserhöhung erst um viele Monate verzögert wirkt, müsste die EZB frühzeitig gegensteuern; zu früh darf sie die Wende aber genauso wenig einleiten, um keine harte Bauchlandung der Wirtschaft zu riskieren.“
(Quelle: www.n-tv.de)
Anfang 2009 wurde der 6-Monats-Euribor noch bei 3,33 % notiert, im Oktober 2008 hatte er im 3-Jahresvergleich seinen Höchststand bei 5,45 %. Im Dezember 2009 notiert der Wert bei knapp unter 1 %.
Durch die derzeit günstige Situation am Zinsmarkt profitieren die kurzfristig bzw. variabel finanzierten Immobilieninvestoren und können Cash Flows und Kapitaldienste aufrecht erhalten, manches leistungs- und / oder finanzwirtschaftliche Problem des Bestandes wird aber durch diesen „glücklichen“ Umstand nur verdeckt.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden bereits seit 2010 und insbesondere ab 2011 mit hoher Wahrscheinlichkeit steigende Zinsen bedingen, so zumindest die nachvollziehbaren Prognosen fast aller Branchenexperten.
Dieses Zinsänderungsrisiko sollte nicht nur passiv beobachtet werden, sondern ist aktiv zu bearbeiten. Neben der Veränderung der Laufzeit der Finanzierungen durch Abschluss längerfristiger Bindungen können klassische Absicherungen (z. B. Kauf eines cap) eingesetzt werden. Für offensivere Strategien können auch Finanzierungen in Fremdwährungen erwogen werden sowie ein Mix der genannten Mittel. Eine Umstrukturierung kann aufgrund bankseitiger Anforderungen wiederum erhöhte / erstmalige Tilgungen bedingen und so den Cash Flow wieder belasten, insgesamt also eine Situation mit vielen Variablen.
Gerne beraten wir Sie bei der Strukturierung Ihrer Passivseite und erstellen Szenarioanalysen für Ertrag, Liquidität und Bilanz.
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